Digital by Design: Digitalisierung ist kein Pflaster, sondern die Grundlage
Die diesjährige Konferenz Trends in Automotive Logistics (TAL) steht gleich doppelt im Zeichen eines Jubiläums: Die 25. Ausgabe der Veranstaltung fällt mit dem 30-jährigen Bestehen von Aimtec zusammen. Doch es geht nicht nur um runde Zahlen. Das Motto der Konferenz Digital by Design stellt eine Frage, die viele Produktionsunternehmen beschäftigt: Wie lässt sich Digitalisierung sinnvoll gestalten, ohne durch das Erbe historisch gewachsener Systeme ausgebremst zu werden?
Warum selbst die beste KI nur so gut ist wie die Prozesse und Teams hinter ihr, darüber sprachen wir mit Roman Žák, Gründer von Aimtec und Vorsitzender des Aufsichtsrats, sowie mit Pavel Boháč, CEO des Unternehmens. Die diesjährige TAL-Konferenz findet traditionell in Pilsen statt – am 16. Juni im Parkhotel Pilsen.
Aimtec feiert 30 Jahre Unternehmensgeschichte, TAL findet zum 25. Mal statt. Wie haben sich die Erwartungen der Kunden an einen Digitalisierungspartner verändert – und wie spiegelt sich das in der Konferenz wider?
Roman, Sie entwickeln seit dreißig Jahren Digitalisierungslösungen für Produktion und Logistik. Heute heißt es oft, Automatisierung und KI würden die Spielregeln stärker verändern als alles zuvor. Stimmen Sie dem zu – oder ist das nur eine weitere Technologiewelle?
Eines bleibt jedoch unverändert: Am Ende kommt es immer auf Menschen und auf Datenqualität an. Auch KI ist vollständig abhängig von präzisen und robusten Prozessen, in denen Daten entstehen. Ohne diese Grundlage sind ihre Ergebnisse wertlos. Deshalb setzen wir nicht nur auf neue Technologien, sondern vor allem auf starke Expertenteams und auf Daten, denen man vertrauen kann.
Das Motto „Digital by Design“ sagt, dass Digitalisierung kein nachträgliches Pflaster sein darf, sondern in der DNA eines Unternehmens verankert sein muss. Viele Produktionsunternehmen arbeiten jedoch mit historisch gewachsenen Systemlandschaften. Was hilft ihnen, den Übergang zu meistern, ohne den Betrieb zu lähmen?
Jede Veränderung – egal ob eine einzelne Innovation oder eine umfassende digitale Transformation – muss bei den Menschen beginnen. Sie sind der eigentliche Motor jeder Veränderung. Technologie allein funktioniert nicht. Genau deshalb ist auch das Management von Veränderungsprozessen ein wiederkehrendes Thema vieler Beiträge auf unserer Konferenz.
Technologische Veränderungswellen kommen regelmäßig, und jede wirkt zunächst revolutionär. Bei KI lässt sich allerdings schon jetzt erkennen, dass sie tatsächlich einen revolutionären Charakter hat. Eines bleibt jedoch unverändert: Am Ende kommt es immer auf Menschen und auf Datenqualität an.
Wenn jeder von Ihnen einen einzigen Grund nennen müsste, warum jemand aus der Automotive-Logistik dieses Jahr zur TAL kommen sollte – welcher wäre das?
Roman Žák: Die Verbindung von digitaler und physischer Welt. In diesem Jahr beschäftigen wir uns intensiv mit intelligenter Automatisierung in der Logistik. Nicht als abstraktes Konzept, sondern anhand realer Erfahrungen von Unternehmen, die diese Technologien bereits einsetzen. Kommen Sie vorbei und holen Sie sich Inspiration, die Sie am nächsten Tag direkt in Ihrem Unternehmen umsetzen können.
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